Donnerstag, 28. Dezember 2017

New Year, new You


2018 wird vieles anders, vieles neu. Die Arbeitswelt erwartet mich bereits mit offenen Armen (wo ist bloß die Zeit geblieben!?), Kinder, Haus und Hund werden in diesem Jahr meinem Mann überlassen sein. Prioritäten werden sich verschieben, Gewohnheiten müssen aufgegeben, Festgefahrenes muss neu durchdacht werden.

Aber vieles, so hoffe ich, wird beim Alten bleiben. So wie die Begeisterung für gutes, hochwertiges, satt und glücklich machendes Essen und der Wunsch, diese Begeisterung weiterzutragen, hinein in meine kleine Familie, hinaus zu allen, die sich davon angesprochen fühlen.   



Und hey, wer könnte außerdem noch auf diese wunderbaren kulinarischen Zusammenkünfte verzichten, wie die der Rettungstruppe oder der Genussmannschaft in rot - weiß - rot? Ich nicht mehr!

Kurz vor Silvester haben wir (Danke Sina und Susi!) noch einmal einige Inspirationen aus dem österreichischen Küchenkastl für euch zusammengetragen: Glück zum Essen! Denn: Wie der Anfang, so das Ganze…


Neujahrsradl

Auch heuer wieder gibt es bei mir traditionelles Gebäck zu Silvester. Nach dem Neujahrsstern vom letzten Jahr darf heuer ein sogenanntes Neujahrsradl auf meinen Tisch. Dieses achtspeichige Wirbelrad zählt zu den Spiralgebäcken. Es verkörpert die Sonne und gilt als Symbol für Wärme, Licht und Fruchtbarkeit und das ewige, unendliche Leben. Einst wurde ihm eine schützende Kraft zugeschrieben – es sollte Unheil fernhalten und ein gesundes, langes und glückliches Leben bescheren.
Beim Teig habe ich mich für eine Rezeptur von Katharina entschieden – Vorteig und Mehlkochstück machen das Gebäck wunderbar weich und saftig. Dabei habe ich mir einige kleine Änderungen wie einen geringen Vollkornanteil und eine Reduktion der Salzmenge erlaubt.

Zutaten für 2 kleine oder 1 großes Neujahrsradl

Für den Vorteig
1 g frische Hefe
100 g Vollmilch
50 g glattes Weizenmehl
50 g Dinkel-Vollkornmehl

Für das Mehlkochstück
25 g glattes Weizenmehl
125 g Vollmilch

Für den Hauptteig
Vorteig
Mehlkochstück
80 g Vollmilch
75 g Butter
5 g Gerstenmalzextrakt
20 g Zucker
4 g frische Hefe
375 g glattes Weizenmehl
5 g Salz

Zum Bestreichen
1 Ei
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

Zum Bestreuen (optional)
Staubzucker

1. Am Vortag den Vorteig herstellen: Die Hefe in der Milch auflösen, dann die beiden Mehle zugeben und alles gut vermischen. Abdecken und 1 – 2 Stunden bei Zimmertemperatur anspringen lassen. Danach für 18 – 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

2. Auch das Mehlkochstück am Vortag zubereiten: Mehl und Milch in einen kleinen Topf geben und mit dem Schneebesen glattrühren. Unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse eindickt. Abkühlen lassen, abdecken und ebenfalls für 18 – 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

3. Am Backtag den Vorteig, das Mehlkochstück, Milch und Butter auf Raumtemperatur bringen.

4. Alle Zutaten bis auf die Butter in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Knethaken 10 Minuten auf niedriger Stufe kneten. Dann die weiche Butter in Stückchen zugeben und den Teig weitere 5 – 10 Minuten zu einem geschmeidigen und glatten Teig verkneten. Abdecken und bei Raumtemperatur 60 – 90 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen merklich vergrößert hat.

5. Teig kurz durchkneten, dann in vier (für ein Neujahrsradl) oder acht (für zwei) Portionen teilen. Die Teiglinge rund schleifen und unter einem Küchentuch 10 Minuten entspannen lassen.

6. Blech(e) mit Backpapier auslegen.

7. Die Teiglinge zu Strängen von 50 bzw. 60 cm ausrollen, dabei die Enden spitz zulaufen lassen. Nacheinander auf das Backpapier legen und die Enden ein Stück weit gegengleich schneckenförmig einrollen. Pro Neujahrsradl werden vier Stränge verwendet, diese werden wie acht Speichen eines Rades angeordnet.

8. Die Zutaten für die Eistreiche verquirlen. Neujahrsradl damit einstreichen.

9. Abdecken (zum Beispiel eine große Schüssel darüber stülpen oder das Blech in einen Plastiksack geben, den man soweit aufbläst, dass er das Gebäck nicht berührt, und dann verschließt) oder zumindest vor Zugluft schützen und etwa 45 Minuten gehen lassen.

10. Das Backrohr auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

11. Das Gebäck kurz vor dem Backen nochmals einstreichen und in 20 – 25 (für die zwei kleineren) bzw. 25 – 35 Minuten (für das größere) goldgelb backen.

12. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen oder schon lauwarm genießen.

Tipp: Das Neujahrsradl sieht auch unter einer dicken Staubzuckerschicht zum Anbeißen aus. Dann braucht es keine Eistreiche.

Tipp: Das Radl noch lauwarm in einem Plastiksackerl einfrieren. Bei Bedarf über Nacht im Sackerl auftauen und morgens 10 Minuten bei 200 °C aufbacken – schmeckt wie frisch gebacken!

Und außerdem noch am Silvesterbuffet:

Sina, die giftige Blonde mit einem Haselnusseis mit Eierlikör und Schokolade
Susi von Prostmahlzeit serviert eine Gulaschsuppe
Bei Christina von the Apricotlady gibt's einen Partysalat
Verena von Verena kocht bringt uns traditionelle Schweinshaxerl mit
Michaela von Genussatelier Lang hat Glücksbringer aus Germteig
Friederike von Fliederbaum hat Krenkekse aufs Silvesterbuffet gestellt.


Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
möge dir gelingen.

Wilhelm Busch

Viel Glück im neuen Jahr – und ganz viel Sonne im Herzen …

Sonntag, 24. Dezember 2017

* Frohe Weihnacht *


Das Geheimnis der Weihnacht liegt darin,
dass wir auf der Suche nach dem Großen und Außerordentlichen
auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.



Ein wunderbares Weihnachtsfest und stille und (be-)sinnliche Tage mit allen, die Euch lieb und teuer sind. 
Das wünscht Euch von Herzen: Euer Mädel.
Freitag, 22. Dezember 2017

You raise me up


Der kleine Mann und ich standen am Beginn eines einladend wirkenden Waldweges. Wir wollten ihn erkunden, Chi lief voraus. Es ging bergab durch den Wald, dann weiter bergab entlang einer Wiese. Der kleine Mann kugelte durch den Schnee und fand das alles ganz wunderbar. Irgendwann kam mir siedend heiß der Gedanke: Was wir da jetzt runterlaufen, das müssen wir auch wieder hoch! Und wie ich meinen Sohn so kenne, knicken ihm schon bald die Beinchen ein und er will – Traaaagen! - auf meinen Arm!!!



Ich teilte ihm meine Bedenken mit. Ohne aufzusehen von seiner Schneebaustelle meinte der aber nur: Keine Sorge, Mama. Und spielte weiter. Hey - das Kerlchen ist gerade mal drei Jahre alt – und sagt zu mir: Keine Sorge!? Ist das nicht eher, ähm, mein Job? Jetzt noch ein Chill doch mal – und es hätte mir mit einem Happs die Winterstiefel ausgezogen.

So weit kam es dann doch nicht – und als wir den Rückweg antraten, war ich ehrlich neugierig, wie wir den Anstieg meistern würden. Tapfer stapfte er also an meiner Hand durch den Schnee. Weiter, immer weiter nach oben. Ich rechnete jede Sekunde mit einem ersten leisen Jammern. Doch nichts geschah. Wir bestaunten die Bäume in ihrem glitzernden Dezemberkleid und versuchten, Eichhörnchen zu entdecken. Und plötzlich standen wir wieder dort, wo unsere Winterreise begonnen hatte. Ich kann euch sagen: Was war ich stolz. Kurz kam mir noch einmal die Sache mit dem Tragen in den Sinn: Natürlich trage ich meine Kinder. Ständig. Und das kann ganz schön anstrengend sein. Aber ziemlich oft tragen sie auch mich. Mit euch an meiner Seite schaffe ich jeden Gipfel…



Mandarinen-Eis mit Ingwer und Kardamom

Ich muss zugeben, ich bin eine Mandarinen-Ignorantin. Denn hier mache ich selten einen Unterschied: Mandarinen, Satsumas, Clementinen – das ist für mich ein und dasselbe. Mandarinen halt. Ich kenne das so, seit ich selber Kind war – und vermutlich wird es für immer so bleiben. Wie auch immer ihr das haltet und welche Sorte auch immer ihr für dieses herrliche Winterweihnachtseis verwendet – es wird schmecken.

Zutaten für etwa 8 Portionen

150 ml Mandarinensaft (ich habe 8 Mandarinen dafür ausgepresst)
250 g Ricotta
150 g Vollmilchjoghurt
100 g Sauerrahm
100 g Staubzucker
1 TL frisch geriebener Ingwer
¼ TL gemahlener Kardamom
¾ gestrichener TL Johannisbrotkernmehl

1. Mandarinensaft mit Ricotta, Vollmilchjoghurt, Sauerrahm und den beiden Zuckersorten glattrühren.

2. Ingwer, Kardamom und Johannisbrotkernmehl zugeben und gut untermixen.

3. Die Eismasse einige Stunden (das geht auch über Nacht) im Kühlschrank reifen und durchkühlen lassen.

4. In der Eismaschine gefrieren.

5. Die Eismasse sofort servieren, dann hat es die Konsistenz von Softeis. Oder in eine Kunststoffbox füllen und für ein oder zwei Stunden in den Tiefkühler geben, dann wird es fester – so, wie ich es mag.
Freitag, 15. Dezember 2017

Lussekatter 3.0


Habe ich erwähnt, dass ich verliebt bin? In diese Goldteilchen, Bauchschmeichler, Lichtbringer, Luxusschneckchen? Ja, hab ich, ich weiß. Vor einem Jahr schon – genauso wie das Jahr davor. Das schwedische Luciagebäck zum 13. Dezember ist zum safranleuchtenden Fixstern in meinem kulinarischen Himmelsgewölbe geworden – und obwohl ich der festen Überzeugung bin, mein Rezept dafür gefunden zu haben, konnte ich es heuer nicht lassen, etwas anderes auszuprobieren.



Die Lussekatter von Luise und David kommen etwas gesünder daher, wenn man so will. Vollkornanteil, Ahornsirup statt Zucker, ein wenig Joghurt hier, ein bissl Nussbutter da. Eine schöne Variation, wie ich finde – fluffig und leicht kommen sie aus dem Ofen und schmecken noch lauwarm besonders fein. Diese Chance gilt es übrigens zu nutzen – denn schon am nächsten Tag mutierten sie hier, altbacken und verrunzelt, zu Ladenhütern.


Vollkornlussekatter mit Dinkel & Joghurt

Zutaten für 16 Stück

1 Briefchen Safran
100 ml Kuh- oder Pflanzenmilch (ich habe hier Kuhmilch verwendet, es würde aber auch Dinkel– oder Mandelmilch gut passen)
30 g Butter
3 EL Ahornsirup
1 EL Erdmandelbutter (alternativ Mandelbutter oder andere Nussbutter)
125 g glattes Dinkelmehl
125 g Vollkorndinkelmehl
2 EL griechisches Naturjoghurt (10 % Fett)
¼ TL Salz
10 g frische Hefe (1/4 Würfel)

Zum Belegen
32 Rosinen

Zum Bestreichen
1 Dotter
1 EL Milch

1. Den Safran im Mörser fein pulverisieren.

2. Milch, Butter, Ahornsirup, Erdmandelbutter und Safran in einen kleinen Topf geben und unter Rühren nur soweit erwärmen, bis eine glatte und homogene Masse entstanden ist.

3. Die Milchmischung gemeinsam mit den beiden Mehlsorten, Joghurt und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Hefe hineinbröckeln.

4. Alles mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe einige Minuten zu einem geschmeidigen und homogenen Teig verkneten. Der Teig sollte nicht mehr allzu klebrig sein. Gegebenenfalls nach Gefühl noch wenig Mehl hinzugeben.

5. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

6. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten.

7. In 16 Teile teilen. Jeden Teigling rund schleifen und auf etwas Mehl absetzen. Abdecken.

8. Nun Teigling für Teigling Stränge von etwa 25 cm Länge und etwa 1 cm Durchmesser ausrollen. Die Stränge S-förmig eindrehen und mit genügend Abstand auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.

9. Abdecken und weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

10. Inzwischen den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

11. Die Lussekatter mit dem mit Milch verquirlten Ei bestreichen und jeweils zwei Rosinen einsetzen – die Rosinen ruhig beherzt und tief in den Teig drücken, damit sie sich nicht wieder herausbacken.

12. Lussekatter in etwa 10 Minuten goldbraun backen.

13. Herausnehmen, auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen und noch lauwarm zu einer Tasse Tee genießen.



Nach einem Rezept von David und Luise / Green Kitchen Stories.

Montag, 11. Dezember 2017

Herbstbild


Einer meiner Lieblingsmomente 2017 war dieser hier ... Was es damit auf sich hat? Klickt rüber zu Laura von vegan vs meat!
Danke liebe Laura, dass ich an deinem Adventkalender der Achtsamkeit teilhaben durfte ...
Mittwoch, 6. Dezember 2017

Holler boller Rumpelsack


Der Bratapfel

Verzeihen Sie, wenn ich störe!, rief ein Apfel aus der Röhre.
Was ich erlebt, das glaubt man kaum - ich hing an einem Apfelbaum.

Der Baum stand dicht vor einem Haus - dort wohnt der Bauer Nikolaus.
Da sah ich nachts bei Mondes Schein, es stieg ein Dieb zum Fenster rein.

Ich, um ihn zu vertreiben, fiel ab und pochte an die Scheiben.
Der Dieb, der dachte sich: Oh-oh, der ließ das Geld im Stich und floh.

So hab‘ ich Nikolaus beschützt – es hat mir aber nichts genützt.
Mit grober Hand griff mich der Bauer, besah mich lang und sagte: Sauer.

Nun muss ich hier im Topfe kochen, mir ist das Herz schon fast gebrochen.
Das eine ist mir aber klar: Die Menschen sind oft undankbar.

Joachim Ringelnatz


Bratäpfel für die ganze Familie

Zum 6. Dezember darf gern ein ganz besonderer Nachtisch serviert werden: Der Bratapfel. Diese Tradition geht auf den Heiligen Nikolaus zurück, der als Bischoff von Myra die armen Leute mit Goldklumpen beschenkt haben soll. Die fertig gebratenen, goldbraunen Äpfel erinnern an diese schöne Legende.
Besonders gut eignen sich (ich hab bei meiner lieben Freundin, der Apfelbäuerin, nachgefragt) Äpfel der Sorte Boskop, aber auch mit anderen Sorten mit frischer Säure und festem Fruchtfleisch wird’s fein. Dieses Mal habe ich den eher süßen Gala-Apfel verwendet, der mich aber vor allem von der Konsistenz her nicht ganz überzeugt hat.
Für das Käferlein habe ich den kleinsten der fünf Äpfel babyfreundlich gefüllt, nach dem Backen den Inhalt aus der Schale gelöffelt und mit einer Gabel zermust.

Zutaten für 5 Bratäpfel

5 Äpfel der Sorte Boskop oder einer anderen säuerlichen Sorte (Cox Orange, Gravensteiner, Braeburn, …)

Für die Füllung
3 TL weiche Butter
3 EL Erdmandelmus (oder Mandelmus)
Zimt
2 EL Hagebuttenmarmelade
1 EL Honig
Vanillepulver
1 EL gehackte Walnüsse
etwas Rum
2 kleine Stücke Bitterschokolade

Zum Untergießen
1 Schuss Apfelsaft

Zum Dekorieren
1 TL gehackte Walnüsse
2 kurze Zimtstangen
Butterflöckchen zum Belegen

1. Von allen Äpfeln das Kerngehäuse ausstechen, ohne dabei aber bis zum Boden durchzustechen. Der Apfel soll an der Unterseite noch geschlossen sein. Am besten funktioniert das mit einem Kugelausstecher.

2. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

3. Für die Füllung Butter mit Erdmandelmus und Zimt vermischen. Einen Esslöffel davon in den kleinsten Apfel füllen – das wird der Babyapfel.

4. Den Rest der Butter-Erdmandelmus-Mischung mit Marmelade, Honig, Vanillepulver und gehackten Walnüssen vermischen. Zwei weitere Äpfel damit füllen – das werden die Kinderäpfel.

5. Der Rest der Füllung wird nun noch mit etwas Rum abgeschmeckt. Die restlichen Äpfel damit füllen. Je ein Stück Bitterschokolade in die Füllung drücken – das werden die Elternäpfel.

6. Die Äpfel in eine kleine Auflaufform stellen und mit etwas Apfelsaft untergießen, damit sie nicht anbrennen und / oder austrocknen. Natürlich kann auch Backpapier verwendet werden.

7. Die Elternäpfel mit gehackten Walnüssen und Zimtstangen kennzeichnen.

8. Alle Äpfel mit einigen Butterflöckchen belegen.

9. Im vorgeheizten Ofen 20 – 30 Minuten backen.

Inspiration: esskultur, Zeitschrift eltern.


Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Bayrisches Volksgut
Freitag, 1. Dezember 2017

#wirrettenwaszurettenist: Schöner schenken!


Schön ist es, das Strahlen in den Augen der Kinder, wenn sie den Christbaum erblicken – und wunderschön vor allem dann, wenn sie noch klein sind, sich nichts erwarten, einfach nur ergriffen sind von all dem Glanz, dem Licht, der Üppigkeit. Wenn sie voller Freude sind: Das Christkind war da.

Zu Weihnachten nicht die Geschenke in den Vordergrund zu stellen, sondern das, was war, den Grund, warum wir überhaupt dieses Fest feiern, das ist ganz schön schwer. Aber gelingen kann es dennoch – indem wir zusammenrücken, erzählen, wärmen, wünschen, gemeinsam singen, Danke sagen, uns echte Gedanken machen über die Menschen, die wir beschenken möchten. Die Adventzeit bietet die ideale Bühne dafür.


Lieber weniger schenken und mehr darauf achten, welche Spuren die Entstehung der Geschenke hinterlässt. Das könnte die Botschaft an uns in unserer Überflussgesellschaft sein und einen neuen Mehrwert bedeuten. [Ilse Achleitner, Biohof Achleitner]

Zeit schenken und gemeinsame Erlebnisse schaffen, das wäre ein Gebot der Stunde. Oder aber Selbstgemachtes – mit Liebe und Hingabe hergestellt und verpackt! Ein Glas vom eigenen Sauerteig gemeinsam mit einem erprobten Rezept, Pesto aus Wildkräutern, Keksbackmischungen oder getrocknete und eingelegte Tomaten aus dem eigenen Garten – es gibt unendlich viele Möglichkeiten! Und jeder wird sich freuen.


Susi und Sina haben daher wieder den Rettungstrupp ausgeschickt und gemeinsam haben wir einiges an Ideen gesammelt. Wir wünschen frohes – und schönes – Schenken!



Kokostrüffel

Pralinen oder Trüffel sind immer ein feines Geschenk – vor allem, wenn sie selbstgemacht sind. Diese Kokostrüffel schmecken nicht zu süß und gehen auch als kleiner Snack durch, wenn untertags einmal der Gusto zwickt. Vegan werden sie, wenn der Honig durch Agavensirup oder anderen Sirup ersetzt wird.
Die Herstellung von Kokosmus ist übrigens keine Hexerei – das hat sogar mein Mittelklasse-Standmixer geschafft. Es wird bei Raumtemperatur und natürlich auch im Kühlschrank nach einer Weile wieder fest. Zur Verarbeitung verflüssige ich es wie Schokolade in der Mikrowelle – zuerst 30 Sekunden auf hoher Stufe, dann jeweils in 10 Sekunden-Schritten, bis es flüssig ist. Ein Wasserbad funktioniert natürlich auch.

Zutaten für etwa 20 Stück

Für das Kokosmus (ergibt etwas mehr als benötigt)
200 g Kokosflocken

Für die Trüffel
130 g Kokosmus, verflüssigt
50 g Sonnenblumenkernbutter (oder andere Nussbutter)
60 g Honig
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
80 g Kokosflocken
etwas Wasser

1. Für das Kokosmus die Kokosflocken in den Mixer geben und einschalten. Ähnlich wie bei der Herstellung von Nussbutter werden die Kokosflocken zuerst ganz fein, dann wird die Masse feucht, da das Kokosöl beginnt, auszutreten. Weiter mixen und dabei immer wieder die Seitenwände des Mixglases von der Masse befreien. Nach einigen Minuten (Geduld nicht verlieren!) entsteht eine glatte, relativ flüssige Masse – unser Kokosmus.


2. Das flüssige Kokosmus mit der Sonnenblumenkernbutter, dem Honig, Vanillezucker, Salz und Kokosflocken vermischen. Es entsteht eine eher krümelige Masse.

3. Nun teelöffelweise Wasser zugeben, bis die Trüffelmasse gut formbar ist.

4. Mit Hilfe eines Teelöffels kleine Mengen von der Masse abnehmen und mit feuchten Händen zu Kugeln formen.

5. Im Kühlschrank fest werden lassen.

6. Wer mag, setzt die Trüffel nun noch in Pralinenförmchen.

Hergestellt nach diesem Rezept.


Geschenke über Geschenke – da fällt die Wahl gar nicht so leicht:

auchwas - Weihnachtlicher Früchtekuchen
Aus meinem Kochtopf - Pastrami selbst gemacht - Für kurze Zeit mit Schleifchen
Barbaras Spielweise - Quitten-Chutney
Brittas Kochbuch - Stollenkonfekt
Brotwein - Partysonne / Brötchensonne - Rezept für Mini-Partybrötchen
Cakes Cookies an more - Chilisalz
evchenkocht - Rumkugeln
Fliederbaum - Rustikale Dinkel-Vanillekipferl
Food for Angels and Devils - beef jerky - extra scharf
genial-lecker - Quitten-Orangen-Gelee
giftigeblonde - Würzsalz mit Karotten, Petersilie und Sellerie
Karambakarinaswelt - Manadarinen Marmelade
Katha kocht! - Weihnachts-Gewürz selber machen
Kleines Kuliversum - Apfelstrudel Marmelade
Leberkassemmel und mehr - Geschenke aus der Küche: Adventslikör
lieberlecker - gewürzte Nüsse
Madam Rote Rübe - Dinkelvollkornnudeln
Münchner Küche - Gebrannte Mandeln mit Zimt und Sternanis
Obers triftt Sahne - Gebackener Adventskalender
our food creations - Karamellsirup & Honig-Lebkuchen
Pane-Bistecca - Kakao Lollipops
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau - Weihnachtliches Apfel-Goji-Mus
Summsis Hobbyküche - Walnuss - Krokant
The Apricot Lady - Baguette-Backmischung zum Verschenken
Unser Meating - Herzhafte Cantuccini

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